Mantrailing

"… die Witterungs- und Untergrundunabhängige Sucharbeit eines Hundes nach einem Menschen anhand dessen individueller Geruchsspur bei gezielter Geruchsaufnahme über einen Geruchsträger, wobei der Hund mit Anführaufgabe an Geschirr und langer Leine mit einem Menschen zusammenarbeitet."
(aus "Mantrailing für Jederhund" von Sabine Ditterich)

Eigentlich eine ernste Angelegenheit - heutzutage hauptsächlich bei der Suche nach vermissten Personen durch Rettungshundestaffeln praktiziert - entdecken immer mehr Menschen das Mantrailing als sinnvolle Freizeitbeschäftigung für sich und Ihren Hund. Mantrailing eignet sich für nahezu jeden Hund und kann fast überall mit geringen Mitteln betrieben werden. Der Hund sucht dabei an einer Schleppleine nach einer "vermissten" Person, nachdem ihm zuvor von seinem Führer eine Geruchsprobe von der gesuchten Person "unter die Nase gehalten" wurde.

Diese Form der Beschäftigung bietet ein ruhiges, kontrolliertes Arbeiten an der Leine und ist somit auch für Hunde geeignet, die von ihren Haltern sonst nicht abgeleint werden können. Insbesondere für unsichere Hunde kann Mantrailing ein Weg zu mehr Selbstbewusstsein sein.

Viele Halter unterschätzen die Nasenleistung ihres Hundes. Auch wenn es hierfür, ähnlich wie beim Apportieren, absolute Spezialisten gibt, unübertroffen so z.B. die Leistung der Bloodhounds, lassen sich die meisten Hunde für diese Form der Beschäftigung begeistern. Der Realeinsatz sollte allerdings den Profis vorbehalten werden.